November 7, 2007 by bruggi
An Allerheiligen war ein Tapetenwechsel angesagt. Voller Enthusiasmus gingen ich und 50 andere unerschrockene Studenten mit dem Zug nach Bordeaux. “Organisiert” wurde das ganze durch ASER, eine der Organisationen für Erasmusstudenten. Treffpunkt war um halb neun. Wie zu erwarten war, waren die Nordländer und die Deutschen die ersten vor Ort. Mit leichter Verspätung trafen dann nach und nach alle Teilnehmer ein. Nur nicht die Organisatioren. Die waren die einzigen, die wussten, dass der Zug erst um zwanzig nach neun abfährt und beeilten sich nicht besonders. Nachdem wir in Bordeaux angekommen waren und auch die Jugendherberge gefunden hatten, ging es weiter mit einem Bus zur Düne von Pilat, der höchsten Sanddüne Europas.
Abends Ausgang.
Für den Freitag wäre eine Stadtführung geplant gewesen. Allerdings dachten die Organisatoren alle, das würde ein anderer machen, weshalb wir uns einen Führer im Tourismusbüro mieteten.

Das Bowlingspiel, das am Abend vorher ausgefallen war, holten wir am Freitag ebenfalls nach. Danach gingen wir zusammen ins Restaurant und tauschten sinnlose Sauflieder aus.
Am Samstag stand eine Weindegustation auf dem Programm. Am Nachmittag schauten wir uns alle Kirchen von innen an, die wir am Tag vorher nur von aussen gesehen haben. Eine der Kirchen wurde zu einem Kino umfunktioniert, eine andere zu einem Museum für moderne Kunst.
Am Sonntagmorgen hatten wir noch ein letztes Mal Zeit, die Stadt zu besuchen, wobei es da doch noch einige Merkwürdigkeiten zu entdecken gab.



Abgesehen von dem nicht immer eingehaltenen Zeitplan (Zeitplan?) und den nicht immer anwesenden Organisatoren war der Trip nach Bordeaux wirklich genial.
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November 7, 2007 by bruggi
Am 8. Oktober hat endlich (!) das Semester begonnen. Verglichen mit dem Kampf bei der Einschreibung ist das Uni-Leben richtig einfach. Ich besuche hier Veranstaltungen zur Geschichte von Okzitanien, zu Aristokratie, Paläographie und mittelalterlichen Textquellen. Die Unterrichtssprache ist französisch, was bisher allerdings noch kein Problem darstellte. Die meisten Veranstaltungen besuche ich zusammen mit einem spanischen Studenten, der ebenfalls ein Mittelalter-Fan ist. Anstelle von Vorträgen müssen wir eine kurze mündliche Prüfung bei den Lehrpersonen ablegen, worüber ich recht erleichtert war, als ich das erfuhr. Französisch verstehen ist eine Sache, aber einen Vortrag auf französisch abliefern ist doch noch etwas schwieriger.
Die Veranstaltungen dauern hier bis zu vier Stunden. Meistens gibt es eine kurze Pause nach zwei Stunden, die ist dann aber wirklich kurz. Der Paläographiekurs ist mit einem Lateinkurs gekoppelt, wobei beide Teile je zwei Stunden dauern. Den Lateinkurs besuche ich nicht, da er für Anfänger gedacht ist, die gar keine Ahnung von Latein haben.
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Oktober 17, 2007 by bruggi
Die Universität Mirail liegt etwas ausserhalb vom Stadtzentrum, ist allerdings mit der Metro einfach zu erreichen. Dort sind im wesentlichen nur die Geisteswissenschaften, Wirtschaft und Geographie untergebracht, was allerdings immer noch 25′000 Studenten ergibt. Das Einschreiben ist hier ein bisschen komplizierter als in Zürich. Hier wird zwischen einer pädagogischen und einer administrativen Einschreibung unterschieden. Als Erasmusstudent muss man erst zum Büro für internationale Beziehungen, wo man zur Abteilung für studentisches Leben weitergereicht wird, bis man nur mal die notwendigen Dokumente in der Hand hält. Anschliessend gehts weiter zur Studentenschaft für Erasmusstudenten, wo man mit Hilfe von Franzosen versucht das vierseitige Dokument mit einem roten Kugelschreiber auszufüllen. Abgegeben wird dann das ganze dann zu einem abgesprochenen Termin im Büro der Abteilung für studentisches Leben, Unterabteilung Ausländer. Angereichert wird das ganze noch mit zahllosen Abkürzungen und fertig ist das Durcheinander, was im französischen übrigens Bordell heisst. Genaugenommen ist damit nur die administrative Einschreibung fertig. Die pädagogische ist aber zum Glück wesentlich einfacher. Hier genügt es, die ausgewählten Kurse mit rotem Kugelschreiber aufzuschreiben und das ganze dann vom jeweiligen Sekretariat abstempeln zu lassen.
Die Uni selbst überzeugt mit einer simplen Betonarchitektur und einer Schachbrettanordnung, so dass man sich wunderschön verlaufen kann. Aufgelockert wird das ganze durch zahlreiche Grünflächen.

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September 25, 2007 by bruggi
Die Stadt Toulouse
Laut Reiseführer hat die Stadt Toulouse mit Umgebung etwa 800′000 Einwohner, wovon je nach Statistik 100′000 bis 150′000 Studenten sind. Mehr Studenten haben in Frankreich nur die Universitäten von Paris. Toulouse liegt im Südwesten Frankreichs zwischen den Pyrenäen und dem Massif Central, etwa je hundert Kilometer von Mittelmeer und Atlantik entfernt. Durch die Stadt fliesst die Garonne Richtung Atlantik.
Zu den Eigenarten von Toulouse gehören die zweisprachigen Strassenschilder (französisch und okzitanisch), rote Backsteinhäuser und Rugby. Und da zurzeit gerade die Weltmeisterschaften stattfinden…


Und noch einige Bilder von Toulouse im Sommer
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