Archiv für November 2007

Bordeaux „and all I got was this lousy T-Shirt“

November 7, 2007

An Allerheiligen war ein Tapetenwechsel angesagt. Voller Enthusiasmus gingen ich und 50 andere unerschrockene Studenten mit dem Zug nach Bordeaux. „Organisiert“ wurde das ganze durch ASER, eine der Organisationen für Erasmusstudenten. Treffpunkt war um halb neun. Wie zu erwarten war, waren die Nordländer und die Deutschen die ersten vor Ort. Mit leichter Verspätung trafen dann nach und nach alle Teilnehmer ein. Nur nicht die Organisatioren. Die waren die einzigen, die wussten, dass der Zug erst um zwanzig nach neun abfährt und beeilten sich nicht besonders. Nachdem wir in Bordeaux angekommen waren und auch die Jugendherberge gefunden hatten, ging es weiter mit einem Bus zur Düne von Pilat, der höchsten Sanddüne Europas.

img_4475.jpg 

Abends Ausgang.

Für den Freitag wäre eine Stadtführung geplant gewesen. Allerdings dachten die Organisatoren alle, das würde ein anderer machen, weshalb wir uns einen Führer im Tourismusbüro mieteten.

 img_4509.jpg

Das Bowlingspiel, das am Abend vorher ausgefallen war, holten wir am Freitag ebenfalls nach. Danach gingen wir zusammen ins Restaurant und tauschten sinnlose Sauflieder aus.

Am Samstag stand eine Weindegustation auf dem Programm. Am Nachmittag schauten wir uns alle Kirchen von innen an, die wir am Tag vorher nur von aussen gesehen haben. Eine der Kirchen wurde zu einem Kino umfunktioniert, eine andere zu einem Museum für moderne Kunst.  

img_4556.jpg 

 Am Sonntagmorgen hatten wir noch ein letztes Mal Zeit, die Stadt zu besuchen, wobei es da doch noch einige Merkwürdigkeiten zu entdecken gab.

img_4561.jpg 

 img_4575.jpg

 img_4572.jpg

 img_4569.jpg

 Abgesehen von dem nicht immer eingehaltenen Zeitplan (Zeitplan?) und den nicht immer anwesenden Organisatoren war der Trip nach Bordeaux wirklich genial.

Lehrveranstaltungen

November 7, 2007

Am 8. Oktober hat endlich (!) das Semester begonnen. Verglichen mit dem Kampf bei der Einschreibung ist das Uni-Leben richtig einfach. Ich besuche hier Veranstaltungen zur Geschichte von Okzitanien, zu Aristokratie, Paläographie und mittelalterlichen Textquellen. Die Unterrichtssprache ist französisch, was bisher allerdings noch kein Problem darstellte. Die meisten Veranstaltungen besuche ich zusammen mit einem spanischen Studenten, der ebenfalls ein Mittelalter-Fan ist. Anstelle von Vorträgen müssen wir eine kurze mündliche Prüfung bei den Lehrpersonen ablegen, worüber ich recht erleichtert war, als ich das erfuhr. Französisch verstehen ist eine Sache, aber einen Vortrag auf französisch abliefern ist doch noch etwas schwieriger.

Die Veranstaltungen dauern hier bis zu vier Stunden. Meistens gibt es eine kurze Pause nach zwei Stunden, die ist dann aber wirklich kurz. Der Paläographiekurs ist mit einem Lateinkurs gekoppelt, wobei beide Teile je zwei Stunden dauern. Den Lateinkurs besuche ich nicht, da er für Anfänger gedacht ist, die gar keine Ahnung von Latein haben.