An Allerheiligen war ein Tapetenwechsel angesagt. Voller Enthusiasmus gingen ich und 50 andere unerschrockene Studenten mit dem Zug nach Bordeaux. „Organisiert“ wurde das ganze durch ASER, eine der Organisationen für Erasmusstudenten. Treffpunkt war um halb neun. Wie zu erwarten war, waren die Nordländer und die Deutschen die ersten vor Ort. Mit leichter Verspätung trafen dann nach und nach alle Teilnehmer ein. Nur nicht die Organisatioren. Die waren die einzigen, die wussten, dass der Zug erst um zwanzig nach neun abfährt und beeilten sich nicht besonders. Nachdem wir in Bordeaux angekommen waren und auch die Jugendherberge gefunden hatten, ging es weiter mit einem Bus zur Düne von Pilat, der höchsten Sanddüne Europas.
Abends Ausgang.
Für den Freitag wäre eine Stadtführung geplant gewesen. Allerdings dachten die Organisatoren alle, das würde ein anderer machen, weshalb wir uns einen Führer im Tourismusbüro mieteten.
Das Bowlingspiel, das am Abend vorher ausgefallen war, holten wir am Freitag ebenfalls nach. Danach gingen wir zusammen ins Restaurant und tauschten sinnlose Sauflieder aus.
Am Samstag stand eine Weindegustation auf dem Programm. Am Nachmittag schauten wir uns alle Kirchen von innen an, die wir am Tag vorher nur von aussen gesehen haben. Eine der Kirchen wurde zu einem Kino umfunktioniert, eine andere zu einem Museum für moderne Kunst.
Am Sonntagmorgen hatten wir noch ein letztes Mal Zeit, die Stadt zu besuchen, wobei es da doch noch einige Merkwürdigkeiten zu entdecken gab.
Abgesehen von dem nicht immer eingehaltenen Zeitplan (Zeitplan?) und den nicht immer anwesenden Organisatoren war der Trip nach Bordeaux wirklich genial.






